Season 2 #6 Die größten PR-Fehler

Shownotes

Thema der Folge: Die drei häufigsten PR-Fehler – und wie du sie vermeidest

Die drei Kernfehler: • „Wir-sind-wichtig“-Syndrom (fehlende Außenperspektive) • Gießkannen-Prinzip (keine Personalisierung) • Timing-Ignoranz (falscher Moment)

Zentrale Learnings: • Journalistische Relevanz schlägt interne Bedeutung • Qualität schlägt Quantität im Medienkontakt • Timing ist ein strategischer Hebel, kein Detail

Praxis-Tool: Die 3-Fragen-Regel

  1. Würde ein Journalist das wirklich lesen?
  2. Ist der Pitch individuell und relevant für den Empfänger?
  3. Passt der Zeitpunkt zur Nachrichtenlage?

Transkript anzeigen

Servus & Moin – hier ist der-PR-Booster Podcast.

Heute wird’s ehrlich.So ehrlich, dass es ein bisschen weh tun könnte.

Denn:Es geht um die drei größten PR-Fehler, die fast jeder macht.

[kurze Pause]

Ja – fast jeder.Auch wir bei Maisberger.Und ja: auch ich persönlich.

Der Unterschied ist nur:Wir haben sie erkannt. Und wir haben gelernt, sie zu vermeiden.

Also: Lass uns direkt reinstarten.

Es gibt drei Fehler, die ungefähr achtzig Prozent aller PR-Anfänger machen.Und – wenn wir ehrlich sind – auch ziemlich viele Profis.

Das Problem daran?Diese Fehler kosten nicht nur Zeit.

Sie kosten Glaubwürdigkeit.Sie kosten Journalisten-Beziehungen.Und am Ende: Reichweite und Wirkung.

Und das wirklich Gemeine daran:Diese Fehler fühlen sich erstmal richtig an.

Du denkst: „Das ist doch gute PR.“In Wahrheit schadest du dir selbst.

Die gute Nachricht:Sobald du sie kennst, kannst du sie vermeiden.

Also – ganz offen:Hier sind die drei größten PR-Fehler.Und was du stattdessen tun solltest.

Fehler Nummer eins: Das „Wir-sind-wichtig“-Syndrom.

Der Gedanke dahinter ist simpel:„Das ist für uns wichtig – also muss das doch auch relevant sein.“

Die Realität?Ist leider eine andere.

Niemand außerhalb deiner Firma interessiert sich dafür,dass ihr ein neues Logo habt.Oder dass der VP of Whatever befördert wurde.Oder dass ihr jetzt auch TikTok macht.

Das ist interne Relevanz. Keine journalistische.

Was hilft?Ein brutal ehrlicher Selbsttest – wir nennen ihn den Journalisten-Test.

Frag dich vor jedem Pitch:„Würde ich das lesen, wenn es nicht meine eigene Firma wäre?“

Wenn die Antwort Nein ist –dann pitch es nicht.

So einfach.Und so schwer.

Fehler Nummer zwei: Das Gießkannen-Prinzip.

Du kennst das.Eine Pressemitteilung.Fünfzig Journalist:innen im Verteiler.Ein Klick auf „Senden“.

Gedanke dahinter:„Vielleicht beißt ja einer an.“

Tut er nicht.Im Gegenteil.

Massenmails funktionieren nicht –und schlimmer noch: Sie verbrennen Beziehungen.

Warum?Weil Journalist:innen sofort merken,dass sie keine Rolle spielen.Keine Personalisierung.Kein Bezug zu ihrem Beat.Keine Wertschätzung.

Was stattdessen hilft?

Fünf gute, personalisierte Pitchesschlagen fünfhundert Massenmails.Immer.

Nimm dir die Zeit.Such dir fünf Journalist:innen, die wirklich passen.Lies ihre letzten Artikel.

Und dann schreibst du sowas wie:„Hi XY, ich habe deinen Artikel über Thema Y gelesen – genau da knüpft unsere Story über Z an.“

Kleiner Reality-Check aus unserem Alltag:Personalisierte Pitches an fünf Journalist:innen?→ 22 Prozent Response-Rate.

Massenmail an fünfzig?→ 3 Prozent.

Qualität schlägt Quantität.Jedes. Einzelne. Mal.

Fehler Nummer drei: Timing-Ignoranz.

Der Klassiker.

Du verschickst deine PM am Freitagnachmittag.Oder mitten in Breaking News.Oder in der Sommer-Urlaubszeit.

Und wunderst dich, warum nichts passiert.

Timing ist in PR kein Detail –Timing ist alles.

Die beste Story zur falschen Zeitist einfach nur… unsichtbar.

Kurz zur Orientierung:

Gute Zeiten:Dienstag bis Donnerstag,zwischen neun und elf Uhr.Redaktionen planen, Köpfe sind frei.

Schlechte Zeiten:Freitagnachmittag – alle sind mental im Wochenende.Montagmorgen – Aufarbeitung.Feiertage.Große Branchen-Events, bei denen alle über dasselbe berichten.

Und wirklich niemals –wirklich niemals –während Breaking News.

Wenn gerade ein DAX-Konzern implodiert,interessiert sich niemand für dein Produkt-Update.

Unser persönlicher Fail dazu:Wir sollten mal eine Finanzierungsrunde pitchen.Timing?Am Tag nach dem Wirecard-Crash.

[Pause]

Keine Chance.Alle Wirtschaftsredaktionen waren komplett blockiert.

Lektion gelernt:Immer die Nachrichtenlage checken, bevor du pitchst.

Zum Abschluss:Was kannst du jetzt konkret mitnehmen?

Erstens:Mach einen ehrlichen Fehler-Check deiner letzten PR-Aktion.Hast du einen dieser drei Fehler gemacht?Wenn ja – willkommen im Club. Jetzt weißt du’s besser.

Zweitens:Nutze ab sofort die Drei-Fragen-Regel vor jedem Pitch:

Erstens: Journalist-Test bestanden?Zweitens: Wirklich personalisiert?Drittens: Timing passt?

Drei Mal Ja?Dann raus damit.

Ein Nein?Dann nochmal ran.

[pause]

Das war Servus & Moin –dein 5-Minuten-PR-Booster.

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